Aktuelle Nachrichten aus dem Karate-Dojo des PSV Mainz

Kumite-Europameister trainiert Karateka des PSV

Als einen weiteren Höhepunkt in unserem Jubiläumsjahr – 50 Jahre Karate im PSV Mainz – erlebten unsere Mitglieder eine Kumite-Trainingseinheit mit Johnathan Horne. Für den mehrfachen Europameister ist es sicher eine besondere Herausforderung gewesen, eine wettkampfunerfahrene Trainingsgruppe im Alter von 10 bis über 60 Jahren, in der Kunst des sportlichen Wettkampf-Kumite zu unterrichten. Dies gelingt dem sympathischen Wettkämpfer jedoch mit Geschick, Geduld und Herz.

Im Aufwärmtraining testen die Trainierenden bereits Reaktion, Ausdauer und Schnelligkeit in Kombination, ebenso ist ihre Beweglichkeit, Kraft und Koordination in dieser Phase gefordert.
Danach erfolgt das Einüben verschiedener Angriffstechniken in einer Art „Kumite-Kihon“ in der Reihenfolge Kizami-Zuki, Mawashi-Geri und Ura-Mawashi-Geri. Diese drei Techniken sind neben dem Gyaku-Zuki die Schwerpunkte des Abends. Die Kihon-Übungen umfassen nicht nur die einzelnen Techniken selbst, sie werden mit Beweglichkeits- oder Schnelligkeits- und Koordinationsübungen verbunden.
Alle Trainingsabschnitte sind als Partnerübungen konzipiert, denn es gilt dabei insbesondere die - für eine Wertung im Wettkampf - erforderliche richtige Distanz zu finden.

Logo Jonathan Horne Link zur WebsiteAuf dem Kihon aufbauend entwickelt Jonathan mit uns mögliche Angriffsvarianten, die er als Kombination aus der Bewegung heraus von allen abfordert. So darf sich jeder zunächst am Kizami-Zuki üben und seinen Partner in der schnellen Vorwärtsbewegung attackieren, um sich auf die richtige Distanz sowie das rechtzeitige Abstoppen zu konzentrieren. Im nächsten Schritt soll in der Rückwärtsbewegung ein Folgeangriff mit Mawashi-Geri erfolgen.
Der zuvor erfolgreich angreifende Kizami-Zuki wird durch den Partner in der Bewegung nach vorn gestoppt, wobei sich hieraus in der Rückwärtsbewegung und einem Ausweichen des Gegners nach hinten der Mawashi-Geri mit dem vorderen Bein als nachfolgender Angriff entwickelt.
Doch damit nicht genug: Damit der Gegner selbst an einem Angriff gehindert wird, trainieren wir die Folgetechniken Kizami-Zsuki oder den Gyaku-Zuki als weiteren Angriff, abhängig von unserem Stand - links oder rechts vor -.

Mit kleinen Lockerungsübungen zwischendurch macht uns Jonathan anschaulich klar, dass ein Angriff nicht über die schnelle Vorwärtsbewegung mit den Beinen erfolgt, sondern durch die schnelle schlagende Hand. Diese geht voran ins Ziel. Ganz im Gegensatz zur Grundschule des Karate! So wird auch immer wieder deutlich, dass es sich um Wettkampfkarate handelt, schnelle Techniken aus der schnellen Bewegung heraus, schnelle Reaktion und immer nach vorn gerichtet.

Beim Abwärmen wird von uns nochmal Kraftausdauer verlangt, die Jonathan von der Trainingsgruppe mit Vehemenz fordert, ein guter Motivator.
Ein gelungener Abend, ein gutes Programm für uns Breitensportler und ein tolles Lob von unserem Trainer Jonathan Horne: „ Das sind anspruchsvolle Technikübungen, die ihr gut angenommen und gelernt habt. Ihr habt es besser gelöst als ich dachte.“

Zum Abschluss ein Dank an unseren Dojoleiter, PeterKochanek, der in diesem Jubiläumsjahr Welt- und Vizeweltmeister zum PSV nach Mainz geholt hat!  


Bilder vom Kumite-Training mit J. Horne

 
 
 

Datum: 05.11.17
Autor: PSV Karate
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