Aktuelle Nachrichten aus dem Karate-Dojo des PSV Mainz

40jähriges Trainerjubiläum Fred Schünemann

Harald uebergibt das gemeinsame Geschenk Samstag, der 4. August 2018 war nicht nur ein ganz besonders schöner sondern auch ein ganz besonderer und herausragender Tag in der Geschichte der Karateabteilung des Polizei-Sportvereins Mainz. Unser Cheftrainer Fred Schünemann (4. Dan) hatte alle aktiven und ehemaligen Karateka der Karateabteilung zu sich nach Hause nach Sulzheim zu einer Grillparty eingeladen, um sein 40jähriges Trainerjubiläum zu feiern.
Bei sommerlichen Temperaturen gab es saftige Steaks und kühle Getränke vom Feinsten. Natürlich war die Wiedersehensfreude unter den Sportkameraden sehr groß, gab es doch nach so langer Zeit sehr viel zu erzählen. In vertraut-familiärer Runde konnte man sich bis in die späten Abendstunden u. a. auch über die vergangenen Karate-Zeiten humorvoll austauschen. Ein absolutes Highlight des Grillabends war natürlich die Ehrung von Fred für sein jahrzehntelanges Engagement als Karate-Trainer und Abteilungsleiter, die mit einer Geschenküberreichung der Anwesenden gekrönt wurde.

alle Gaeste sind versammelt

Anlass auch, um auf ein über vier Jahrzehnte langes ereignisreiches, spannendes und sehr engagiertes Trainerleben im Karatesport zurückzublicken, dass sich so heute wohl nicht mehr unter den Nachgeborenen finden wird.
Im Jahr 1974 fing Fred als 19jähriger beim Osnabrücker Sportclub unter Wolfgang Lemme (1.Dan) mit dem Karatetraining an. Bereits nach vier Jahren am 14.03.1978 stieg er auf Anfrage eines Kommilitonen schon als Blaugurt und noch Lehramtsstudent in Mathe und Sport als Karate-Trainer bei der JSG Eversburg in Osnabrück ein. Dieses Dojo hat er sieben Jahre lang bis 1985 geleitet. Bereits in dieser Zeit hatte er Lehrgänge mit den damaligen Karate-Pionieren und Koryphäen Horst Handel, Wolf-Dieter Wichmann, Dieter Steinegg, Wilfried Rebmann und Dieter Mansky durchgeführt.

Zu Beginn der 80er Jahre übernahm Fred parallel zur JSG Eversburg noch ein Karate-Dojo in Cloppenburg. Hier hatte er Frauen-Lehrgänge mit Angelika Förster, die in ihrer aktiven Zeit zu den erfolgreichsten Karate-Kämpferinnen der Welt zählte, aber auch Kinder-Lehrgänge durchgeführt und Bezirksmeisterschaften veranstaltet.

Im Jahr 1983 hat Fred seinen Sho-Dan beim damaligen Bundestrainer des DKV Hideo Ochi (heute 9. Dan JKA) in Siegen abgelegt und bereits 1985 die ersten Schwarzgurte (Sho-Dan) hervorgebracht. 1985 kam er nach Mainz und wurde Mitte 1986 wegen der Übernahme eines Traineramtes angesprochen. Daraufhin übernahm er im Sommer 1986 das Karate-Anfängertraining im PSV Mainz. 1987 folgte die Ablegung des 2. Dan im Shotokan-Karate. 

Nachdem Thomas Koch 1991 die Spartenleitung abgegeben hatte, übernahm Fred die Leitung der Karate-Sparte. Gleichzeitig wurde auf sportlicher Ebene die Trennung von den Kickboxern vollzogen. Danach kam die Karatesparte mit bis zu 160 Mitglieder und der Teilnahme an vielen Sommerlehrgängen und Gasshukus so richtig in Fahrt. Bereits zur selben Zeit war Fred stellvertretender Bundesjugendwart des Deutschen Karate Verbandes und seit zehn Jahren Kampfrichter auf Landesebene und Anwärter als Bundeskampfrichter in den Landesverbänden Hessen, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen.

Ebenso gab es in der ersten Hälfte der 90er Jahre unter seiner Ägide einen intensiven Austausch mit der italienischen Jugendnationalmannschaft aber auch Trainings-Lehrgänge mit dem japanischen Weltmeister Sakamoto in Bacharach. Auch die politische Jugendbildung lag ihm sehr am Herzen. Anlässlich einer Deutschen Meisterschaft in Darmstadt Anfang der 90er Jahre führte er eine Untersuchung zum Thema Karate und Gewalt in ganz Deutschland durch.

1994 erfolgte auf einem Karate-Lehrgang in Maintal bei Roland Lowinger und Efthimios Karamitsos die Ablegung des 3. Dan. Prüfungszeit 23:15 Uhr. Von 1994 bis 1998 hat die Karatesparte bzw. Karateabteilung mit bis zu 37 Personen an vielen Lehrgängen und Gasshukus zwischen Ostsee und Bodensee teilgenommen, so dass sich eine tolle Karategemeinschaft herausgebildet hat, die bis heute Bestand hat.

Ab 1987 bis heute erfolgte die planmäßige Betreuung und Begleitung vieler Schützlinge zum schwarzen Gürtel. 1997 wurde die Karateabteilung des PSV Mainz gegründet. Die Abteilungsleitung hatte Fred mit Unterbrechung von 2006-2008 bis 2015 inne.

1997 bis 2004 war er Schulsport-Referent des Rheinland-Pfälzischen Karateverbandes und von 1982 bis 2004 Landeskampfrichter. 1997 und 1999 richtete die Karateabteilung Lehrgänge mit dem ehemaligen Bundestrainer Günter Mohr aus. 2000 mit Bernd Milner vom Budokan Bochum (9. Dan).

In den 90er Jahren haben viele seiner Schützlinge erfolgreich an diversen Meisterschaften und Pokalturnieren teilgenommen. Auch selber war Fred jahrzehntelange auf Landesebene in Kumite und Kata aktiv. Noch im Alter von 35 Jahren belegte er auf Landesebene den fünften Platz im Kumite in der Allkategorie. Mit fast 60 Jahren stellte er sich im Juli 2015 in Mainz der äußerst schwierigen Prüfung zum 4. Dan unter den kritischen Augen von Alfred Molitor (5. Dan) und Marcus Gutzmer (6. Dan).

Im letzten Jahrzehnt lag der Schwerpunkt seiner Arbeit als Trainer auf dem Karate-Training mit älteren Karatekas und hier der besondere Fokus auf ein lebensbegleitendes und facettenreiches Training mit dem Ziel der Erreichung des schwarzen Gürtels.

Aktuell gibt es in der Karateabteilung des PSV Mainz einen Yon-Dan (4. Dan), zwei Karateka, die den 3. Dan (San-Dan) tragen, drei Karateka, die Inhaber des 2. Dan (Ni-Dan) sind, sieben Danträger des ersten Dan (Sho-Dan) und viele viele Braungurte, die alle im Trainingsprozess involviert sind.

Trainingsgruppe zur Dan-Prüfungsvorbereitung


Anlässlich des 50jährigen Jubiläums der Karateabteilung 2017 wurde Fred mit der goldenen Medaille des Deutschen Karate Verbandes sowie der goldenen Ehrennadel des PSV Mainz für sein langjähriges Engagement im Karatesport geehrt. Seit 2015 ist er Vize-Präsident des Polizei-Sportvereins Mainz.

Die Trainer-Biografie von Fred Schünemann zeigt deutlich, dass Karate durch seine prägende Vielseitigkeit mehr ist als nur ein lebensbegleitender Sport auf der technischen Ebene, den man nicht nur für sich alleine ausübt, sondern der vor allem freundschaftsverbindend und sozial-integrativ wirkt. Egal ob auf Vereins- oder Verbandsebene. Sein intensives Engagement als Karate-Trainer seit 1978 belegt, dass gerade durch die fortwährende Bestärkung des menschlichen und sozialen Beziehungsgefüges in allen sportlichen Lebenslagen auch die Entfaltung der eigenen Persönlichkeit ein ganzes Leben lang umfassend zur Geltung gebracht werden kann.

An dieser Stelle noch einmal von allen Karatekas der Karateabteilung herzlichen Glückwunsch Fred zu Deiner mittlerweile über vier Jahrzehnte herausragenden Lebensleistung als Trainer im Karatesport.

Ad multos annos!
Bernd Gutberlet

Datum: 02.09.18
Autor: Bernd Gutberlet
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besondere Hinweise

Starttermin Karate-Kids

An Karate interessierte Kinder von 7 bis 15 Jahren heißen wir willkommen am Montag, dem 14. Januar 2019 um 18 Uhr in unserer Halle in der Dr. Martin-Luther-King-Schule, John-F.-Kennedy-Straße 7, 55122 Mainz (hinter der Schule links auf den Parkplatz einbiegen - bitte klingeln).

Zugangsregelung bei der BePo

Der Zutritt zur Sporthalle der Bereitschaftspolizei erfordert grundsätzlich die Vorlage des Personalausweises an der Wache; Nichtmitglieder müssen spätestens am Vortage schriftlich angemeldet werden. Zur konkreten Verfahrensweise setzen sich Interessenten, Schnupperer, Gasttrainierende (Mitglieder anderer Vereine) mit dem jeweiligen Abteilungsleiter bzw. Spartenleiter telefonisch oder per E-Mail in Verbindung.

Aikido-Anfängerkurse

Ab sofort beginnen wieder Anfängerkurse im AIKIDO. Mindestalter 14 Jahre. Jeden Mittwoch ab 19:45 Uhr in der Großen Halle bei der Polizei Dekan-Laist-Straße 7 in Mainz-Hechstsheim. Unbedingt vorher bei Norbert Fischer (Tel. 06131-475488) anmelden.