Naginata - japanisches Lanzenfechten


Willkommen!


...auf der Internetseite der PSV-Mainz Naginatagruppe.



Auf den folgenden Seiten, möchten wir unsere Sportart ein wenig näher vorstellen. Dazu zunächst einmal eine...


Kurze Begriffsklärung:

  • Mit dem Wort Naginata wird zum einen die Waffe selbst, zum andern die moderne Budo- Kampfsportart bezeichnet, die den Umgang mit derselben lehrt.

  • Die Naginata (als Waffe) ist etwas mehr als 2 Meter lang und besteht aus einem langen Griffstab, einer Schwertklinge am einen Ende sowie (meistens) einer kleinen Spitze am anderen. Es gibt zudem viele verschiedene Formen der Waffe, die sich in manchen Details unterscheiden.

  • Im Kampfsport werden zwei verschiedene Formen der Naginata als Trainingswaffe benutzt. Zunächst eine Übungswaffe mit einer flexiblen „Klinge“ aus Bambus, die zum normalen Training sowie für den Wettkampf verwendet wird. Und eine komplett aus Holz gefertigte Waffe, die Klingenform und Balance möglichst treu der echten Waffe nachbildet, um die Kata zu erlernen und einzuüben.

  • Die dritte Form, die echte Waffe wird manchmal noch bei Vorführungen eingesetzt.

  • Nachstehend hier noch eine Abbildung zum Größenvergleich der drei Formen (von oben nach unten: Holznaginata für die Kata, Wettkampf- und Übungsnaginata, echte Naginata):

Die drei wichtigsten Formen der Waffe im Größenvergleich:


Klinge einer Naginata:


Wer noch mehr über die Waffe selbst wissen möchte, kann gerne unsere Linkliste als Einstieg nutzen, sich noch nähere Informationen im Internet zu suchen.



Historisches:


Die Naginata entwickelte sich schon früh im japanischen Mittelalter. Zu ihrer Glanzzeit gehörte sie einerseits mit zur Standardausrüstung eines Samurai, zusammen mit Schwert, Bogen, Speer usw., andererseits zur einer beliebten Waffe bei den Sohei, den japanischen Kriegermönchen.


Die nebenstehende Abbildung zeigt einen der Sohei aus der Kamakura Epoche.
Die priesterlichen Roben werden über der Rüstung getragen, hinzu kommt die traditionelle Schärpe oder "Kesa".

 

Aufgrund der großen raumgreifenden Schnittbewegungen, die mit ihr ausgeführt werden, wurde sie lange auch als „Mähendes Schwert“ bezeichnet, was sich noch heute in bestimmten japanischen Schreibweisen des Wortes wieder findet:



Während sie im Laufe der Zeit mit der Entwicklung hin zum Formationskampf ihre Rolle auf dem Schlachtfeld verlor, wurde sie aufgrund ihrer Reichweite und der großen Hebelwirkung im 17. bis 19. Jahrhundert die Waffe, an der viele Frauen von Stand ausgebildet wurden, um Haus und Hof und natürlich sich selbst zu verteidigen.

Vorführung in einem der traditionellen Naginata Stile (Yoshin-ryu)



Der Budosport

Als seit den 1950er Jahren die Budosportarten in Japan wieder graduell Fuß fassen konnten, kehrte auch Naginata in die Schulen und Dôjôs in ganz Japan zurück.


Naginata als Sport umfasst noch immer die großen, runden Bewegungen der Waffe und die geistige und körperliche Disziplin der Kriegskunst. Manche der technischen Aspekte und die gefährlicheren Bewegungen gehen in einem Wettkampfsport allerdings verloren. Daher wurde in den 70er Jahren die „Zen Nihon Naginata Kata“ zusammengestellt, um die traditionellen Aspekte der Kriegskunst (und der heute noch immer existierenden traditionelleren Formen der Kampfkunst) für folgende Generationen zu konservieren.

Diese wird allerdings nur an erfahrenere Naginataka weitergegeben (ab dem 2. Dan), da die sehr kleinen Bewegungen, auf die es in dieser Form ankommt, ein gefestigtes Grundverständnis für die Waffe und deren Handhabung vorraussetzen. Die Kata wird mit er Vollholznaginata vorgeführt, da nur diese - natürlich neben der echten Waffe - einige Details der Waffenform nachbildet:


zwei Naginataka bei einer Kata-Vorführung

Einige Aspekte, die beim modernen "sportlichen" Naginata zu den Grundtechniken gehören und somit in jedem Training zum Tragen kommen, sind:

  • Die Fußarbeit, da große Entfernungen zwischen den Kontrahenten überbrückt werden müssen

  • Die Grundstellungen, oder Kamae:

     
  • Und letztlich das Ausführen aller Techniken von beiden Seiten, da man stets parallel zur Waffe und somit seitwärts zum Gegner steht.


Zwei Naginataka bei einer Übung in Rüstung (Bôgu)


Der Wettkampf

Im Naginata gibt es zwei verschiedene Formen, Wettkämpfe auszutragen. Auf offiziellen Turnieren sieht man zumeist beide.


Engi-Kyogi (Der Kata-Wettkampf):

In dieser Wettkampfform treten je zwei Paare ohne Rüstung gegeneinander an und führen einen festgelegten Bewegungsablauf vor. Die Wettkampf-Kata im Naginata nennt sich Shikake-Ôji. Es gibt insgesamt 8 Shikake-Ôji Formen, aus denen 2 oder 3 Formen für den jeweiligen Wettkampf ausgewählt werden.

Von den 3 oder 5 Schiedsrichtern wird die Geisteshaltung, die Präzision, die Technik und das Zusammenspiel der Trainingspartner in die Bewertung einbezogen.



Shiai-Kyogi (Der Rüstungswettkampf):

Im Shiai treten zwei Kontrahenten in Rüstung (Bôgû) an und versuchen als Erster 2 Punkte durch einen Treffer zu erreichen. Die drei Kampfrichter zählen erst dann einen Treffer als gültigen Punkt, wenn der Schlag, der Schritt und der Kiai (der Kampfschrei) zugleich erfolgen und der Angriff präzise auf einer der gültigen Trefferflächen landet. Die gültigen Trefferzonen erstrecken sich dabei über die gesamte Körperlänge, wie man auf der nebenstehenden Illustration erkennen kann.


Unsere Gruppe im PSV Mainz

Hallo!

Die Naginata-Gruppe des PSV Mainz ist eine vergleichsweise junge Schöpfung, die seit November 2005 besteht. Organisatorisch sind wir an die Kendosparte des PSV angegliedert. Momentan haben wir zwei Übungsleiterinnen und zahlreiche fortgeschrittene Naginataka, die sich um das Dojo kümmern.


Zunächst waren wir ein sehr kleines Dojo, das nur einmal in der Woche Training hatte. Durch stetigen Zuwachs und diverse Komplimente gegenüber dem Spartenleiter ;-) konnten wir unser Angebot auf drei Trainingseinheiten in der Woche ausbauen. So könnt ihr mit uns mittwochs, freitags und sonntags die Waffe schwingen. (siehe nebenstehende Navigationsleiste oder einfach Hier draufklicken).
Zudem kann die PSV-Naginata-Gruppe voller Stolz eine Entwicklung vorzeigen, die schon drei Dan-Träger hervorgebracht hat. Bei gerade mal fünf deutschen Dan-Trägern ist das eine gute Bilanz.


Wir sind Mitglieder im Deutschen Naginata Bund und damit auch im europäischen und internationalen Naginata-Dachverband (ENF und INF). Dadurch bietet sich uns die Möglichkeit, an Wettkämpfen und Seminaren auf weltweiter Ebene teilzunehmen und Bekanntschaften zu knüpfen (näheres dazu Hier). 


Ansonsten verwöhnen wir mit zahlreichen Extras im Laufe des Jahres unser Dojo, z.B. durch Besuche von befreundeten Dojos, durch gemeinsames Picknick am Rhein, durch den Besuch von Ausstellungen, etc.


Also, meldet euch, wenn ihr jetzt neugierig seid!


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besondere Hinweise

Karate Anfängerkurs

Nächster Einstiegstermin für Karate-Anfänger ist der 02. September 2010, ab 18 Uhr für Kinder und Jugendliche und ab 20 Uhr für Erwachsene ab 16 Jahren. Der Einstieg ins laufende Training ist jederzeit möglich.

JUDO

Neuanmeldungen für 6- bis 10-jährige werden z. Zt. nicht angenommen. Schnuppertraining und Neuaufnahmen sind wieder nach den Sommerferien bis Ende September möglich, jedoch nicht für das Dienstag-Training!

Jugend-Sommerfest

Der PSV Mainz läd alle Mitglieder unter 22 Jahren zum Jugend-Sommerfest ein.
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